Am 19. Juni 2026 hat Präsident Daniel Noboa ein Dekret unterzeichnet, das den Einsatz ausländischer Streitkräfte in Ecuador erlaubt, vor allem aus den USA und der EU. Für ein Land, das seine Sicherheit bisher allein in nationale Hände gelegt hatte, ist das ein einschneidender Schritt.
Die ausländischen Kräfte erhalten dabei rechtliche Immunität und können nach ecuadorianischem Recht nicht belangt werden.
Im Land stößt das auf Kritik: Teile der Opposition sehen darin einen Angriff auf die nationale Souveränität, zumal sich die Bevölkerung im November 2025 in einem Referendum gegen ausländische Truppen ausgesprochen hatte.
Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage. Trotz zunehmender Militarisierung war 2025 mit 9.216 Tötungsdelikten das gewalttätigste Jahr der Landesgeschichte.